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Mit "Jugendliebe" auf TraumreiseUte Freudenberg beglückt das Freiberger Publikum mit einem Chanson-AbendFreie Presse Freiberg, 29.März 2010 - von Ulrike Schöbel Freiberg - Eigene Lieder und internationale Chansons hat Ute Freudenberg am Freitagabend in der ausverkauften Nikolaikirche präsentiert. Das Konzert fand als Ersatz für die im November wegen Krankheit ausgefallene Veranstaltung statt. Stimmgewaltig und mit warmer Ausstrahlung zog die Künstlerin das Publikum von Anfang an in ihren Bann. Unter dem Titel "Lieder, die ich mag" nahm Ute Freudenberg ihr Publikum mit auf eine Traumreise voller Liebe, Sehnsucht, Treue und Leidenschaft. Nicht fehlen durften französisch gesungene Chanson-Klassiker wie Edith Piafs "No, je ne regrette rien" oder Jacques Brels "Bitte geht nicht fort". Aber auch Coverversionen von Liedern von Wolfgang Petri oder Elvis waren dabei. Begleitet wurde die 54-jährige von Micki Schläger am Flügel. Der Pianist spielt mit Ute Freudenberg seit 14 Jahren und zeigte mit dem Lied "Ich habe diese Frau geliebt" auch eigenes stimmliches Können. Die Besucher im Altersbereich 50 plus zeigten sich vom neuen Programm der früheren Schlager-Königin angetan: "Ich bin ganz begeistert. Sie hat eine super Stimme, große Ausstrahlungskraft und sehr rührende Texte. Vor allem ihre eigenen Lieder haben mir gefallen" urteilte Petra Nitzsche aus Bobritzsch. Besonders die persönliche Note in der Moderation kam gut an. Wenn Ute Freudenberg von ihrer Zeit als rundliches Kindergartenkind erzählte und von ihrem Vater schwärmte, rührte das dann folgende Lied "Papa" die Zuhörer besonders. Seit sechs Jahren ist die Sängerin mit dieser Liedertour unterwegs, im Mai 2009 erschien ihr neuestes Album "Das ist Leben". "Sie kommt sehr authentisch rüber", urteilte Annette Lammel. Die 40-jährige hat die neue Karriere der Sängerin mitverfolgt und sammelt ihre Platten. Freundin Marion Opitz kannte nur den berühmten Hit "Jugendliebe" und war überrascht von dem Abend. "Da kriegt man Gänsehaut. Es sind tolle Texte. Diese Seite kannte ich gar nicht von ihr. Sie hat eine angenehme Art zu erzählen". "Dieser Abend ist etwas besonderes. Er gefällt mir ausgezeichnet. Hier kann sie zeigen, was sie kann" , sagte Kai Suttner aus Chemnitz. Ein andächtig lauschendes und berührtes Publikum dankte für das gut zweistündige Konzert mit anhaltendem Applaus im Stehen. Ute Freudenberg bedankte sich ihrerseits durch mehrere Zugaben. Mit dem Lied "Ich werde tolerant" zeigte sie sich von der komödiantischen Seite und gab zu guter Letzt ihren Hit "Jugendliebe" zum Besten. Ihr Ziel für die Zukunft formulierte sie deutlich: "Wenn Sie mir treu bleiben, werde ich meinen Traum erleben, nämlich mit 70 Jahren noch auf der Bühne zu singen." Titel: Traumhaft schön und viel mehr als die "Jugendliebe"Von Ulf Rostalsky - 25.02.2010Wolfen/MZ - Leinwand, Licht, Flügel und eine unverkennbare Stimme: Viel mehr braucht es nicht, um im Städtischen Kulturhaus von Wolfen einen Abend voller Musik zu inszenieren. "Einen etwas anderen Ute Freudenberg-Abend", wie die Hauptperson des Tages selbst betont. Die Feinkost für Fans der Thüringerin ist nicht allein gespickt mit deren großen Hits. "Nein, es sind die Lieder, die ich mag", haucht die Weimarerin ins Mikrofon, tritt jeder möglichen Verwirrung allerdings sehr schnell entgegen. Sie mag auch ihre eigenen Titel, die sie heute nicht singen werde. Doch ausgewählt habe sie die, die ihr besonders nah seien. Die sie schon beim ersten Hören berührt hätten und das auch heute noch tun würden. "Leider werden sie viel zu selten im Radio gespielt." Der Entschluss stand. Ute Freudenberg machte sich auf Tour mit Noten und Texten im Gepäck, mit denen Dalida, Milva oder auch Barbra Streisand begeisterten. Traumhaft schön wie die Jugendliebe. Und am Ende doch etwas anders. So nahm der Abend im Städtischen Kulturhaus seinen Lauf. Am Flügel "Micki" Schläger, am Mikro die Sängerin aus Leidenschaft. Licht wolle sie in die Herzen bringen mit den Chansons. Davon erzählte sie und sang: "Wovon ich träume". Und auch "...dass nie wieder ein Kind verwaist". Herzschmerz und Sehnsucht in einem, Ute Freudenberg in ihrem Element. Sie kann ohne großes Orchester zeigen, was sie auszeichnet. Die große Stimme, das Talent zur Entertainerin. Die Zuhörer werden mitgenommen auf die Reise in die Welt der Ute F. - so nennt sich die in Weimar Geborene selbst. Sie singt, sie erzählt aber auch gern. Von ihrer Kindheit als kleines Pummelchen. Von der Liebe zum Essen und von Fräulein Dimmer, die im Kindergarten bleibende Eindrücke hinterließ. Namen machen die Runde, auch die Geschichte um ihre Entdeckung. Ferienlager: Ute an der Gitarre. Der Gang in die Folkloregruppe, der Auftritt im Fernsehen und die wohl entscheidende Frage eines Mannes: "Du willst wirklich Lehrerin werden?" Manfred Schmitz half, den Schalter umzulegen. Aus dem Mädchen Ute wurde die Sängerin Freudenberg. Fünf Jahre Studium in Weimar und eine riesige Portion Talent halfen dabei. "Wie man Worte zum Leben erweckt": Das habe sie bei Schmitz gelernt, erklärte Ute Freudenberg, der man Gefühle glaubt. "Papa" - einfühlsam ist sie, ganz nah bei ihrem größten Fan, den jetzt "ein Kleid aus Erde bedeckt". Die Zuhörer sind angekommen in der Welt der Sängerin, zu der auch ein neues Album gehört. "Das ist Leben", heißt es. Und wieder gibt es die Lieder, die bewegen. "Es tut so gut", lässt sie dort die Neunzigjährige sagen. Es tue so gut, nicht immer so ganz allein zu sein. Begegnungen zeichnen das Leben aus. Begegnungen sind das, was Ute Freudenberg auch in Wolfen erleben möchte. Auch die sind traumhaft schön - wie die "Jugendliebe", die natürlich nicht fehlen darf. Begegnungen gibt es aber auch abseits der Bühne. Autogrammstunde ist angesagt. Ein paar freundliche Worte, Händeschütteln und der Schnappschuss für das Fotoalbum. Es sind die Momente, die die Fans mögen. Titel: Ute Freudenberg: So hat man sie noch nie gehörtFesselndes Konzert im ausverkauften König-Albert-Theater Bad Elster - Selbst beim "Jugendliebe"-Evergreen bleibt es stillFreie Presse Oelsnitz vom 17.11.2008 - von Eckhard Sommer Bad Elster. So, das hat sie nun davon und sich selbst zuzuschreiben: Ute Freudenberg wird Bad Elster nicht vergessen. Sie wurde bejubelt, sie musste Zugaben geben, sie war gerührt von der Welle der Sympathie, die ihr am Samstag im König-Albert-Theater entgegenschlug. Ebenso wenig dürften die Besucher im ausverkauften Musentempel den Abend vergessen. '"Lieder, die ich mag" sang die 52-jährige: Chansons von Jacques Brel, Barbra Streisand, Dalida, Milva, Edith Piaf. Statt sie schnöde zu kopieren, gab Ute Freudenberg den Liedern durch ihren Gesang ein neues Gesicht. "Mit den Chansons will ich Licht in die Herzen bringen. Wer sie hört, dem soll es warm ums Herz werden, gerade jetzt, im tristen Monat November." Genau darauf war die Dramaturgie des Abends unverkennbar ausgerichtet: den Besuchern die Seele zu streicheln und Emotionen in ihnen zu wecken - nur mit dem Pianisten Michael Schläger an ihrer Seite und einer dezenten, fein dosierten Lichtshow. Es war vor allem die prägnante und wandelbare Stimme von Ute Freudenberg, die den Abend trug: klar bis in leiseste Töne hinein, kraftvoll und wenige Momente später zärtlich wie ein dahingehauchter Kuss. Mucksmäuschenstill war es im Saal, nur zwischendurch raschelten Taschentücher, als Ute Freudenberg inbrünstig Jacques Brels "Bitte geh`nicht fort" oder Edith Piafs "Nein, ich bereue nichts" sang. Und was, bitteschön, wäre der Abend gewesen ohne "Jugendliebe", ihren ohne Zweifel größten Erfolg? Doch statt mitzusingen und Feuerzeuge flackern zu lassen, wie es sonst bei ihren Konzerten der Fall ist, hörten die Besucher einfach nur zu und ließen sich einfangen von der Melodie und der Stimme, die den Saal ausfüllte. Das ging ans Herz. Titel: Jubel, Umarmungen, GänsehautSüdthüringer Zeitung Bad Salzungen vom 2.Juli 2008 - von Sybille BießmannSchweina - Sie war der sprichwörtliche Punkt auf dem i im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in Schweina - die PS-Los-Gala der Wartburg-Sparkasse mit Stargast Ute Freudenberg. Schon die Showband "Harlekin" und Entertainer Andreas Trillhase heizten dem Publikum im bis zum letzten Platz gefüllten Festzelt kräftig ein. Auf den eigentlichen Höhepunkt des Abends, das Konzert mit Ute Freudenberg, mussten die Gäste bis 22 Uhr warten. Kaum hatte die charmante Sängerin die Bühne betreten, gab es für viele kein Halten mehr in den Bankreihen. Vor der Bühne bildete sich eine rießige Menschentraube, die die Sängerin klatschend und pfeifend begrüßte. Mit dem Titel "'Ich hab noch lange nicht genug" begann das gut einstündige Programm. Die kraftgeladene und ausdrucksstarke Stimme zog die Gäste von der ersten Minute an in ihren Bann. Textsicher und teilweise mit Tränen in den Augen sangen die Fans mit. Immer auf Du und Du mit dem Publikum rief Ute Freudenberg am Ende des Titels "Gut, dass du da bist" der Menschenmasse zu: "Es ist gut, dass ihr da seid". Ihre Musik kann Generationen begeistern. Das bewiesen die unterschiedlichen Altersgruppen, die mit strahlenden Augen die Show verfolgten und die Texte mitsangen. "Ich mag Musik aller Art und schaue jede Sendung mit Ute Freudenberg", erzählte die 63-jährige Gisela Frebel aus Schweina. "Schön, dass die große Künstlerin hier zu uns nach Schweina gekommen ist". Auch die 18-jährige Kathi Knieling liebt die Musik und hofft auf ein gemeinsames Foto mit der Künstlerin. "Für uns ist die Musik ein Stück Leben" meint Ivonne Dietzel (38). "Ich will mit euch zusammen als werden und mit 70 noch auf der Bühne stehen", rief Ute Freudenberg dem Publikum zu und performte mit ihrer Powerstimme Tina Turners "Simply the best". Nicht nur der Saal klatschte, auch Ute Freudenberg bedankte sich klatschend bei ihren Fans. Dann ging es zurück in eine längst vergangene Zeit. Beim wohl berühmtesten Freudenberg-Titel "Jugendliebe" lagen sich die Menschen in den Armen, tanzten oder schunkelten versunken in Erinnerungen im Takt der Melodie. Es folgten weitere Ohrwürmer wie "'Und wieder wird ein Mench geboren" oder "I'ch mag das Leben". Am Schluss standen mehrere Zugaben, zu denen noch einmal die "Jugendliebe" gehörte. Eine kurze Erfrischungspause imWohnwagen nach der Schwitzkur im völlig überhitzten Zelt- und schon betrat Ute Freudenberg noch einmal das Zelt zur versprochenen Autogrammstunde. In der Zwischenzeit hatte Fanclubleiterin Nicole Kermann schon einen Teil der Gäste mit Autogrammkarten versorgt. Viele hatten Fotoapparate für ein gemeinsames Foto mitgebracht. "Schön, dass es sie gibt", flüsterte eine Frau der Sängerin zu. "Mit ihrer Musik habe ich eine sehr schwere Zeit überstanden". Ein anderer Fan erzählte eine Anekdote aus dem eigenen Leben im Zusammenhang mit dem Titel "Jugendliebe". Und Moderator Trillhase gestand: "Ich hatte Gänsehaut während des Konzerts". Trotz nicht enden wollender Schlange nahm sich Ute Freudenberg Zeit für ihre Fans, hörte zu, plauderte so, als handele es sich um alte Freunde. Auf die Frage nach dem Geheimnis ihres Erfolges sagte die Sängerin: "Ich glaube, es ist meine Ehrlichkeit, meine Natürlichkeit und die Art, wie ich die Texte interpretiere". Und am Ende stand für die Künstlerin aus Weimar fest: "Es war traumhaft. Die Leute haben mich von der ersten bis zur letzten Sekunde getragen. Ich bin viel zu wenig hier in Südthüringen". Titel: Eine ganz besondere JugendliebeTraumhaft schön: Ute Freudenberg begeistert ihr Publikum mit einem Chanson-Abend im TheaterVon Jens Feuerriegel, TA Nordhausen / 19.11.2007 Sie geht ihren Weg. Unbeugsam. Auch wenn der Lebenspfad durch einige Täler führt. Umso schöner sind stets die Gipfel. So wie am Samstag im Nordhäuser Theater. Ute Freudenberg bereitet ihrem Publikum einen bezaubernden Abend. Die Südharzer danken ihr mit stehenden Ovationen. Nordhausen - Wahre Sternstunden sind rar. In einer Zeit, in der der Superlativ eine Inflation nach der anderen erlebt. Doch Ute Freudenberg ist ein echter Glanzpunkt am deutschen Musikhimmel. Eine ausdrucksstarke Frau mit wunderbarer Stimme. Den Chanson-Virus trägt sie seit 33 Jahren in sich. Sie wählt in der Jugend zwar einen anderen Kurs, sagt sich jedoch schon damals: "Das singe ich, wenn ich 50 bin". Jetzt, mit 51, gereift, aber nach wie vor blühend, ist es soweit. "Lieder, die ich mag", heißt ihr Chanson-Programm. Und die Südharzer haben Glück: Das Nordhäuser Theater ist eine Station der November-Tour. Dank der Gastspieldirektion "Rössner & Hahnemann. "Wovon ich träume", verrät Ute Freudenberg frühzeitig. Es ist die Liebe in all ihren Facetten. Barrierefrei strömen die Gefühle von der Bühne. Das Publikum ist ergriffen. Mit jedem Song berührt Ute Freudenberg die Zuhörer. Und sie singt nicht nur ihre Lieder. Sie lebt sie. Jaques Brels "Bitte geh nicht fort" ist solch ein Höhepunkt. Und die deutsche Version von Christina Aquileras "Hurt" bewegt besonders die lauschenden Väter. Ebenso künstlerisch herausragend ist Freudenbergs Hommage an Barbra Streisands "Yentl". Die eigenen Lieder reihen sich nahtlos ins perfekte Programm ein. Stücke, die im Radio kaum eine Chance haben. Unglaublich, aber wahr. Bei Freudenbergs Bühnenpräsenz bleibt dem Keyboarder Michael "Micki" Schläger nur die Nebenrolle. Aber die füllt er gekonnt aus. Und seinen Solopart "Ich habe diese Frau geliebt" meistert er famos. Zwischen ihren Liedern plaudert Ute Freudenberg aus ihrem Leben, amüsiert das Publikum mit Anekdoten. Von dem pummeligen Mädchen im Kindergarten. Von der 15-jährigen, deren Talent im Ferienlager in Straußberg (Kyffhäuserkreis) entdeckt wird. Oder vom Teenager, der sich in einem sozialistischen Vorläufer von "Deutschland sucht den Superstar" bewährt und bei "Sechs Mädchen und Musik" erstmals im Fernsehen auftritt. Ernsthaft sinniert Ute Freudenberg über den Werteverfall, Qualitätsverlust und fehlendes Anspruchsdenken. Das Konzert mündet im kräftigen Applaus des Publikums. Ohne Zugaben darf es nicht enden. Und da erklingt auch die erwartete "Jugendliebe". Jedoch anders. Ganz besonders. Dem Abend angepaßt. Dafür erntet Ute Freudenberg stehende Ovationen. Sie verspricht, auch noch mit 70 für uns zu singen. Hoffentlich kann sie ihr Wort halten. Titel: Da sitzt jeder Ton, da geht keine Silbe unterUte Freudenberg gastiert mit Chanson-Programm in Reichenbach - und überraschtvon Volker Müller, Freie Presse, Reichenbacher Zeitung / 19.11.2007 Reichenbach. Chansonsänger wagen wie Seiltänzer alles. In zwei, drei Minuten wollen sie so viel über Liebe, Freundschaft, Treue, Trauer sagen wie ein dreiteiliger Roman. Oder am besten noch ein ganzes Stück mehr. Ja, und dann ist da noch das Publikum. Kommt es und geht es dann auch mit? Ute Freudenberg, die am Freitagabend im Reichenbacher Neuberinhaus gastierte, wagt seit geraumer Zeit die Probe aufs Exempel. Wenn weder Stadtfeste noch Open Airs mehr ins Haus stehen, singt sie unter dem Motto "Lieder, die ich mag" besonders Anspruchsvolles, Chansons vor allem, teils eigens für sie geschrieben, teils von großen Vorbildern "übernommen". Das Vogtland scheint ein gutes Pflaster für diese Musikrichtung zu sein. Trotz vielfältiger anderer Angebote war das Neuberinhaus mit etwa 250 Zuhörerinnen und Zuhörern gut gefüllt. Und immer wieder rauschte lang anhaltender Beifall auf für die Künstlerin und ihren langjährigen Begleiter Michael "Micki" Schläger (Keyboard). Die 51-jährige Solistin kam im Laufe des Abends nicht von ungefähr mehrfach auf ihre Zeit an der Weimarer Musikhochschule zu sprechen, namentlich auf ihren Entdecker und Lehrer Manfred Schmitz. Unter dem auch als Jazzpianisten bekannt gewordenen Schmitz erwarb die Freudenberg in fünf Jahren das musikalische wie gestalterische Fundament, auf das sie bis heute bauen kann. Da sitzt jeder Ton, geht keine Silbe unter, werden die fälligen Höhepunkte zielsicher und mit großen Atem angesteuert. Da ist auch - wie am Freitag zu erleben - eine leichte Erkältung kein Hindernis, Songs von Dalida oder Barbra Streisand rundum überzeugend zu schultern. Stücke, die von den geforderten Höhen her an sich schon ein gerüttelt Maß über den "normalen" Stimmumfang der gebürtigen Weimarerin hinausgehen. Frappierend auch, wie der Gast sich im Laufe des Abends zu steigern weiß. Im zweiten Teil, als auch Kostproben von der neuen CD "Puppenspieler" erklangen, bekam die Stimme eine Strahlkraft, die den Vergleich mit den Großen des Metiers kaum zu scheuen braucht. Da konnte man wahrlich von einer Thüringer Edith Piaf reden! Das sah auch die Neumarkerin Marion Ruf so. "Besser kann man das kaum machen", sagt sie. "Wenn man dazu noch weiß, was diese Frau sonst noch alles singt - bis hin zu heißer Rockmusik! Da kann man nur den Hut ziehen. Schade, dass es diese anspruchsvolle Musik zur Zeit offenbar so schwer hat." Titel: Die andere Ute FreudenbergDer Schlagerstar kam nach Neuruppin - mit leisen Chansons im Gepäckvon Juliane Felsch, Allgemeine Neuruppin, Ruppiner Tageblatt vom 05.11.2007 Es ist der Tag, vor dem sich Schlagerstars fürchten. 250 Zuschauer sitzen brav nebeneinander wie im klassischen Konzertsaal. Die Sängerlegende auf der Bühne ist in die Jahre gekommen. Noch einmal will sie Gas geben, legt los und - nichts passiert. Die Fans springen nicht mehr auf wie früher, singen die Texte nicht mehr mit. Angst, dass dieser Albtraum einmal wahr werden könnte, wiegt wohl schwerer als jede neue Falte im Gesicht - und doch hat sich die deutsche Schlagersängerin Ute Freudenberg mitten hinein in dieses Risiko gestürzt. "Lieder die ich mag" heißt ihr aktuelles Chansonprogramm, mit dem sie am Freitagabend in der Neuruppiner Pfarrkirche zu erleben war. Lieder "von großen Kollegen" und eigene Lieder, die im Radio keine Chance hatten, vereint sie in diesem Konzert. Es ist ein leises, intimes Programm. Mit wenigen Effekten, dafür mit einer umso größeren Stimme. 250 Fans sind gekommen, um eine ganz andere Freudenberg zu hören und zu feiern. Denn bei der 51-jährigen Thüringerin beginnt das Älterwerden mit einem Erfolg - und nicht mit Leuten, die sie nicht mehr hören wollen. Was Opernsängerinnen meist versagt bleibt, hat Ute Freudenberg geschafft. In allen Stimmlagen bewegt sie sich noch immer höchst sicher und sinnlich; ja auf geradezu erotische Weise macht sie sich die melancholischen Chansons untertan. Um Liebe dreht sich das Programm nonstop und das mit großem Schlagerpotential. "In seinen schwarzen Augen stand, dass uns nicht nur ein Lied verband", haucht Ute Freudenberg ins Mikrofon. Ein anderes Lied erzählt von der Affäre mit einem 18-jähigen. "Ich zählte zweimal 18 Jahr", singt jene Frau, deren "Jugendliebe" 2005 zum beliebtesten Osthit aller Zeiten gewählt wurde. Zuneigung und Liebe - das sagt sie während des Konzerts immer wieder - sind ihr wichtig. Drum widmet sie all den Vätern dieser Welt ein Lied, auch dem Puppenspieler, der die Kinder lachen und weinen macht. Charmant plaudert sie sich von Anekdote zu Anekdote. Von ihrer Zeit als pummeliges Mädchen im Kindergarten zum Ferienlager im Kyffhäuser-Kreis, wo man sie im Teenageralter entdeckte und ihr einen Platz in der Fernsehsendung "Sechs Mädchen und Musik" sicherte, der sozialistischen Variante von "Deutschland sucht den Superstar". Vor dem Fernseher saß wiederum der Pianist Manfred Schmitz. Der hörte die junge Ute, stieg ins Auto, fuhr zu den Freudenbergs und nahm die begabte Tochter mit zur Musikhochschule nach Weimar. Nun, den Rest kennt man ja - und doch nicht gut genug. Neuruppiner Publikum ist überrascht von der anderen Freudenberg, von ihrem Stil, mit dem sie an diesem Abend auch Mikis Theodorakis und Jaques Brel singt. Am Ende gibt es stehende Ovationen und Beifallsstürme für Ute Freudenberg - für ein Programm, das sie sich im Auto draufdrücken mußte. Warum? Weil sie noch immer mit ihren großen Hits auf Tournee ist - und eigentlich gar keine Zeit hat, eine andere Ute Freudenberg zu werden. Titel: Aus dem Leben einer ChansonnetteBejubelter Chansonabend vor einem ausverkauften TheaterMitteldeutsche Zeitung, Bernburger Kurier vom 10.11.2007 Bernburg/MZ/je. Der Name "Ute Freudenberg und Band" wird meist eher einem anderen Genre der Unterhaltungsmusik zugeordnet. Dass sie auch als Chansonnette eine hervorragende Vertragskünstlerin ist, bewies sie am Donnerstagabend im Bernburger Theater. Allerdings hatte sie die Band zu Hause gelassen und nur deren Leader Michael Schläger als musikalische Begleitung mitgebracht. Mit dem Titel des Abends "Lieder die ich mag" brachte sie ihre Vorliebe für das Chanson zum Ausdruck. Dieser "Chanson-Virus" wie sie selbst sagt, wurde ihr vom Komponisten Manfred Schmitz "eingeimpft", der auch viele Jahre ihr Lehrer war. Mit "Wovon ich träume" begann sie das Konert. Mit weiteren Titeln berühmter Chansonniers wie Jaques Brel, Milva, Dalida und Barbra Streisand bewies sie ihr Talent, diesen Titeln emotionale Ausdruckskraft zu verleihen. Ute Freudenberg präsentierte sich als eine gereifte Künstlerin, die mit einer wunderbaren Stimme, wie geschaffen für das Chanson, den Titeln eine eindringliche Ausstrahlung verlieh. Besonders deutlich wurde das in ihren eigenen Liedern, die sie in engster kooperativer Arbeit mit Textern und Komponisten so gestaltet, dass inhaltliche Bezüge auf das wahre Leben zum Ausdruck kommen. Sie versteht es außerdem, bekannte Chansons nicht einfach nur nachzusingen, sondern verleiht ihnen eine ganz persönliche Note. Dazu gehört auch eine sparsame und dennoch ausdrucksvolle Gestik. Es sind immer wieder anspruchsvolle Musik und Inhalte, die ihre Vorträge prägen. So ist es nicht verwunderlich, dass sie immer wieder Schwierigkeiten hat, sich mit ihrer Musik und ihrem Stil gegen den allgemeinen Trend durchzusetzen. Dass diese Musik gefällt, bewies an diesem Abend das Publikum, das ihr mit stehenden lang anhaltenden Ovationen für ihre Vorträge dankte. Auch die eigenen Moderationen zwischen den Gesangsvorträgen mit Anekdoten und Schlaglichtern aus ihrer künstlerischen und persönlichen Entwicklung fanden den Beifall der Zuhörer. Ute Freudenberg belohnte dafür mit Zugaben, darunter auch mit dem schon legendären Titel "Jugendliebe". Allerdings sang sie ihn im Stil des Abends. Und als eine Hommage an das Publikum war der Titel "Hier bei Euch" gedacht. Titel: "Traumhaft schön": Über Tausend Fans jubeln der Sängerin zuVon Regina Malsch, Ohrekreis Volksstimme vom 29. Mai 2007Farsleben. "Ute, Ute, Ute!" Immer wieder riefen die Fans der wohl bekanntesten Sängerin im Osten Deutschlands den Vornamen ihres Idols. Die aus Weimar stammende Ute Freudenberg hat eine göttliche Stimme und eine beeindruckende Bühnenpräsenz. Beides zeigte sie bei ihrem etwa einstündigen Konzert am Sonntag im Festzelt zur Pfingstfete und begeisterte ihr Publikum. Als Ute Freudenberg in einem dezent gestreiften Hosenanzug mit weißem T-Shirt gegen 22.30 Uhr auf die Bühne trat, hatten sich davor ihre Anhänger schon lange eine Platz gesichert. "Ich hab noch lange nicht genug" rief sie in den Saal und sang das gleichnamige Lied gleich zur Bestätigung. Endgültig sprang der Funke über, als sie ihr wohl bekanntestes Lied "Jugendliebe" anstimmte. Textsicher und teilweise mit Tränen in den Augen sangen die Fans mit. Viele Paare hielten sich in den Armen oder tanzten. Die Stimmung war fantastisch. Und dann folgte Hit auf Hit. Die Ausnahmekünstlerin zeigte keinerlei Ermüdung, erfrischte sich nur kurz mit einem Schluck Wasser und schon setzte sie das Zwiegespräch mit ihrem Publikum fort. "So etwas habe ich in einem Zelt noch nicht erlebt. Ihr seid Klasse - Danke!" Freudenberg singt ihre teilweise selbst getexteten Lieder deutsch. Da geht es um Liebe und Verantwortung wie bei "Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt" oder "Und wieder wird ein Mensch geboren". Den Titel "Ein Tag wie heut" sang sie an "dem schönsten Tag meines Lebens", wie Ute Freudenberg sagte. An dem Tag wurde sie mit der "Goldenen Henne", dem höchsten Medienpreis des Ostens, ausgezeichnet. In Farsleben hatte sie aber auch einen Hit von Tina Turner ins Programm genommen. Und spätestens an dieser Stelle horchte auch der letzte Gast im Zelt auf: Ute Freudenberg hat eine Hammerstimme und eine Power, die ihr eigentlich Weltruhm hätten einbringen können. Seit Ende der 70er Jahre war die Absolventin der Musikhochschule Franz-Liszt mit der Gruppe Elefant eine der erfolgreichsten Stars der DDR-Rockszene, 1984 kehrte sie nach einem Fernsehauftritt in Hamburg nicht in nicht in die DDR zurück. Aber nach der Wende war sie plötzlich wieder da und knüpfte an die alten Erfolge an. Inzwischen steht sie seit 35 Jahren auf der Bühne, ist im Fernsehen präsent, tourt durchs Land und produziert immer mal wieder eine neue CD. Und so waren auch in Farsleben ihre aktuellen Lieder zu hören, die ihre Fans genauso lieben wie die alten Hits. Nach dem Konzert ging es bis in die frühen Morgenstunden mit der Riesenfete weiter, animierten DJ Knacki & Stefan mit Musik der 70er und 80er Jahre die Besucher zum Tanzen und Schmusen. Titel: Es ist noch immer LiebeVon Marc Paustian, Leipziger Volkszeitung vom 15.12.2006Die Zuschauer verlassen glücklich das Gewandhaus. In den vergangenen drei Stunden haben sie mitgesungen, im Takt geklatscht und sind beim Schlussapplaus für Ute Freudenberg aufgestanden. Da bleibt kein Platz für Zweifel: Dieser Abend ist etwas ganz Besonderes. Eine Welt, in der es noch so schöne Konzerte gibt, kann so schlecht gar nicht sein. Die Sängerin ist Profi. Sie weiß, was die Fans von ihr erwarten und sie erfüllt diese Wünsche gerne. Direkt nach dem Intro spielt ihre Band das Lied der Lieder an: "Jugendliebe". Mit diesem Song ist Ute Freudenberg unsterblich geworden. Jeder kennt es, jeder erinnert sich mit einem Lächeln an die Zeit, als es zum Teil des eigenen Lebens wurde. Er wurde sogar ganz offiziell zum "größten Ost-Hit aller Zeiten" gekürt. Und weil zumindest ein Teil der Zuschauer genau dafür die rund 30 Euro Eintritt gezahlt hat, kündigt sie gleich an, den Song später am Abend noch einmal zu spielen. "Ich hab noch lange nicht genug" heißt es in einem Lied der 50-jährigen und man glaubt es ihr, wenn man sie auf der Bühne sieht. Sie singt mit leuchtenden Augen, Leidenschaft und einer Stimme, die im Gegensatz zu vielen ihrer Schlager-Kollegen beeindruckend ist. Ute Freudenberg beherrscht ihr Handwerk, sie hat es in der Musikhochschule Franz Liszt von der Pieke auf gelernt. Die ganze Bandbreite ihres Repertoires wird im zweiten Teil des Konzertes deutlich, wenn sie Weihnachtslieder ohne instrumentale Begleitung singt. Weniger authentisch als die Sängerin wirkt allerdings die Bühnendekoration. Es kommt nur wenig besinnliche Festtagsstimmung auf, wenn auf dem Adventskranz zwei 100-Watt-Glühbirnen leuchten und das Kaminfeuer in einem LCD-Fernseher knistert. Das Publikum stören solche Details wenig. Es feiert seinen Star bei jeder Gelegenheit. Und Ute Freudenberg? Sie ist gerührt. Nach jedem Titel verbeugt sich der Schlager-Star fast bis auf den Boden und bedankt sich überschwenglich bei den Fans. Die Beziehung zwischen der Sängerin und ihrem Publikum ist zärtlich. Die Beiden haben viel gemeinsam erlebt und kennen sich mittlerweile so gut wie ein altes Ehepaar. Im Laufe der Jahre hat sich zweifelsfrei auch eine gewisse Routine eingeschlichen - aber es ist noch immer Liebe. Titel: Glanzvoll klingt die IFA ausvon Ulrich Mellenthin, 06.09.2006Dies ist nun der letzte Nachmittag der diesjährigen IFA. Im Sommergarten unter der eleganten Gestalt des Berliner Funkturms herrscht gemischtes frühherbstliches Wetter: Es ist bewölkt, mässig warm und manchmal zeigt sich die Sonne. Eigentlich genau richtig für ein Konzert, denn es ist 14 Uhr und in wenigen Minuten soll hier der brandenburgische rote Adler steppen. Der Sender Antenne Brandenburg will mit einem Hitmix die IFA verabschieden. Schlagerstar Inka will heute nicht singen, sondern die Sendung moderieren. Zunächst treten die Firebirds auf. Das ist eine Leipziger Band, die sich dem guten alten Rock-n-Roll verschrieben hat. Den können sie auch meisterhaft. Mit Songs von Bill Haley oder Louis Armstrong erinnern sie uns an die Musik der Zeiten, als die ersten Fersehbilder laufen lernten, als die Fernseher noch so leicht zu bedienen waren, weil man nur "an", "aus" und "ost" oder "west" wählen konnte. Als vier Musiker gleichzeitig mit einer Hand auf ein und demselben Klavier spielen und die andere in die Höhe heben, sieht man, was diese Band musikalisch drauf hat. Dann folgt der absolute Glanzpunkt des Messeausklangs: Sie ist nicht nur eine der großartigsten Stimmen unserer ostdeutschen Länder, nicht nur der gesamten deutschen Republik, sondern wohl überhaupt. Aber nicht nur ihre großartige Stimme, auch ihre gehaltvollen, selbstbewußten Texte trugen zu dem Ruhm dieser Künstlerin bei. Es ist wohl klar, daß ich von Ute Freudenberg rede. Gleich als zweiter Titel kommt die "Jugendliebe", ihr Megahit, auf den sie ihr Publikum nicht lange warten lassen will. Emotionsgeladen stimmt das Publikum ein, während ihre großartige Stimme dem Titel neue Variationen entlockt. Sie verspricht dem Publikum, daß sie auch im Alter von siebzig Jahren noch auf der Bühne stehen und singen und sich dann mit ihrer, d.h. auch mit meiner Generation, gemeinsam mit diesem Titel an die Zeiten der ersten Jugendliebe erinnern wird. Mit Tina Turners Titel "Simply the Best" beweist die Thüringerin aus Weimar, daß sie es auch mit jeder amerikanischen Rock-Röhre aufnehmen kann. Sie beschließt ihren Auftritt mit ihrem allerersten Hit "Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt", der einstmals in Zeiten des Kalten Krieges die Furcht vor dem atomaren Weltende ausdrückte. Leider ist der Titel angesichts der Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten wieder hochaktuell. So stimmt denn auch das Publikum in den Schlußsatz des Songs ein, die Erde endlich von den Ängsten zu befreien. Ute Freudenberg war großartig, wie immer. Titel: Gänsehaut-Gefühl und feuchte AugenwinkelVon Bernd Appel, Freie Presse Werdau-CrimmitschauWerdau: "Was - die ist wirklich schon 50?", staunte am Freitag abend mancher Besucher des Ute Freudenberg-Konzerts in der Stadthalle angesichts der über die Bühne wirbelnden, jugendlich wirkenden Kult-Sängerin. Ja, es sind tatsächlich schon 27 Jahre vergangen seit dem Erscheinen ihres Mega-Erfolgs "Jugendliebe", der erst vor kurzem zum "größten Osthit aller Zeiten" gekürt wurde. Selbst mancher Gast des Werdauer Konzerts kannte bis dahin nur dieses Lied der zierlichen Power-Frau aus Weimar. Andere sind über die Jahre hinweg treue Fans geblieben, etwa Carmen Löscher aus Steinpleis. "Jugendliebe" ist unauslöschlich mit ihrem eigenen Leben verbunden - sie war damals süße 15. Vor anderthalb Jahren hörte sie ihr Idol erstmals live beim Konzert in Glauchau, selbstverständlich hat sie die neuesten CD der Sängerin im Schrank. "Und die alten Amiga-Platten auch noch", ergänzte Carmens Ehemann, der auf wesentlich härtere Klänge steht, aber trotzdem "mit muss." Ob Fan oder nicht - die kraftvolle und ausgesprochen wandlungsfähige Stimme der Thüringerin beeindruckte alle Besucher. "Ich hab noch lange nicht genug!, verkündete sie eindringlich als ihre musikalische Botschaft. Mit Tina Turners souligem "Simply the best" begeisterte sie den Saal, mit "Rolling on a River", "I`m so excited" oder "The Power of Love" zeigte sie ihr enormes Spektrum. Unterstützt wird sie seit 9 Jahren von einer Band, der auch der Plauener Gitarrist Andreas ("Arnold") Gemeinhardt angehört. Ihre neuen deutschen Lieder verleugnen den Schlager allerdings nicht. Da reimt sich "Glück" auf "kein zurück" und "Leben" auf "noch viel zu geben", es geht meist plakativ um "Gefühle" und "Träume". Den Hörern der MDR-Charts gefällts. Sie wählten Ute Freudenbergs "Herbstwind" erst im Januar auf Platz 1 dieser Schlagerparade. Rührseligkeit hin oder her - bei ihrer "Jugendliebe", die sie gleich in 2 Versionen vortrug, konnte sich der Gänsehaut-Stimmung niemand entziehen. Der ganze Saal stand auf und schwelgte in Erinnerungen. Paare küßten sich und Taschenlampen wurden rhythmisch geschwenkt. "Und wieder wird ein Mensch geboren" wirkte ähnlich. So manche Träne blitzte im Halbdunkel der Stadthalle. Vor Jahrzehnten haben diese großen Hits ihre Spuren im Gedächtnis hinterlassen und wer damals jung war, kann sich ihrer Wirkung bis heute nicht entziehen. "Ich singe Deutsch mit Leib und Seele", hatte die Sängerin in diesem Zusammenhang im Vorgespräch betont: "Die Seele kann keine Fremdsprachen". Auf solche Massagen der Gefühle brauchen die Freudenberg-Fans nach Auskunft ihres Stars auch in Zukunft nicht zu verzichten. "Ich will mit 70 noch auf der Bühne stehen", versicherte sie. Schon im November wird sie wieder in der Region zu hören sein. Während ihrer Chanson-Tour tritt sie im Crimmitschauer Theater auf, mit einem "komplett anderen Repertoire". Titel: 3000 Fans feiern Ute Freudenbergvon Frank Groneberg - Märkische Oderzeitung, Frankfurt/O. vom 12.09.2005Das war mit Sicherheit die allergrößte Party, die Neuberesinchen je gesehen hat: Mehr als 3000 Frankfurter und Fans von außerhalb feierten am Sonnabend zum achten HEP-Geburtstag ihren Schlagerstar Ute Freudenberg. Selbst aus Bitterfeld waren einige Damen angereist, um ihr Idol live zu erleben. Den Veranstaltern um Center-Manager Wolfgang Kohlberg war mit der Verpflichtung der Sängerin ein echter Glücksgriff gelungen. Rappelvoll war der Festplatz am HEP, wo die symphatische Thüringerin mit alten und mit neuen Hits für Begeisterungsstürme sorgte. "Ich hab noch lange nicht genug", stellte Ute Freudenberg gleich zu Konzertbeginn klar,dass sich ihre Fans auf ein wahres Musik-Feuerwerk freuen dürften. Der Festplatz fing dann auch sofort an zu kochen, denn bei "Jugendliebe" - ihrem ewigen Superhit - konnte niemand mehr still stehen. Das Publikum bewies text- und melodiesicher, dass man auch in Frankfurt die Lieder lautstark mitsingen kann. Und das über Generationen hinweg - schließlich ist die "Jugendliebe" bereits 27 Jahre alt. "Ich möchte mit euch, mit meinem Publikum alt werden", sagte Ute Freudenberg - und bewies eine Stunde lang, dass sie daran noch lange nicht zu denken braucht. Sie sprühte vor Temperament, forderte die Zuhörer auf dem Festplatz immer wieder zum Mitklatschen auf. Diese ließen sich nicht lange bitten, machten begeistert mit, ob nun beim Medley ihrer jüngeren Erfolge oder bei den Liedern ihrer aktuellen CD "Ich hab noch lange nicht genug". Natürlich auch die Hits von einst, die damals wie heute zum Nachdenken anregen. "Und wieder wird ein Mensch geboren", gehört dazu. Und der erste Erfolg "Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt" (1978), der als Zugabe erklang. Das ging ganz tief unter die Haut, als die Gäste gemeinsam mit ihrem Star von der Bedrohung der Erde sangen und tausende Hände den Festplatz in ein wogendes Meer verwandelten. "Danke für eure fröhlichen Gesichter", wandte sich Ute Freudenberg an ihre feiernden Fans, "das ist das, was ich liebe, was ich brauche: die Nähe zum Publikum." Eine Nähe, die offensichtlich jung hält. Denn das die Weimarerin, die im Januar ihren 50.Geburtstag feiern wird, eine echte Powerfrau ist, bewies sie auch noch nach dem Konzert: Fast eineinhalb Stunden lang erfüllte sie die Autogrammwünsche ihrer Fans, die in einer langen Schlange geduldig warteten. Einige hatten persönliche Sachen dabei - so wie Walter Eibs, der sich zwei Amiga-Schallplatten signieren ließ. Noch vor der Autogrammstunde verhalf Ute Freudenberg einer Frankfurterin zu besonderer Freude: Als Los-Glücksfee machte sie Monika Minack zur Eigentümerin des Nissan Micra, den das HEP zum Geburtstag verloste. Selbst fahren wird die Gewinnerin aber nicht - weil sie keinen Führerschein hat, schenkt sie das Auto ihrer Tochter. Das Konzert von Ute Freudenberg war der Höhepunkt einer Party mit viel Unterhaltung, mit der Bob-Lehmann-Show und mit Wolfgang Ziegler. "Ich komme wieder", versprach Ute Freudenberg, "sehr gern zum zehnten HEP-Geburtstag, dann aber mit meiner Band und zwei Stunden Konzert." Center-Manager Wolfgang Kohlberg nahm die Idee auf und streckte den Daumen zustimmend in die Höhe - was die mehr als 3000 ebenfalls als Versprechen interpretierten. Titel: Kleine Gefühle werden großvon S. Adler - Vogtland-Anzeiger vom 17.Mai 2005BAD ELSTER - Ausverkauft war am Samstag ein Konzert mit Ute Freudenberg und Band im König Albert Theater in Bad Elster. "Ich hab noch lange nicht genug" lautete der Titel, mit dem die erfolgreiche Sängerin vom Publikum gleich für ihr erstes Lied an diesem Abend einen begeisterten Applaus erntete. Die vier Mal in Folge zur beliebtesten Sängerin der DDR gekürte Interpretin knüpfte auch nach der Wende an ihre alten Erfolge an und erweiterte ihr Bühnenrepertoire. "Ich hab noch lange nicht genug", bekannte sie dann auch vor dem Publikum in Bad Elster und fügte an: "Ich möchte auch noch mit 70 auf der Bühne stehen und gerne mit euch alt werden." Vom älter werden ließ sie ihre zahlreichen Fans im König Albert Theater allerdings in keiner Weise etwas spüren. Mit temperamentvoller Power und einer ausdrucksvollen Stimme präsentierte Ute Freudenberg nicht nur die Lieder aus ihrer neuesten CD, sondern begeisterte außerdem in einer Retrospektive mit den größten Erfolgen ihrer musikalischen Laufbahn. Ihre zahlreichen Lieder, wie "Die kleinen Gefühle werden groß" und "Immer wieder werd ich den Regenbogen sehen" sind von anspruchsvollen Texten geprägt. Lieder, in denen rund um die Liebe, von Träumen und Sehnsüchten, von Glück und Leidenschaft erzählt wird, und mit denen sie den Zuhörern immer wieder eine Gänsehaut bereitet. Neben eigenen Chansons, mit denen sie ebenfalls durch das Land tourt, und einem Rockmedley aus ihrem sowie dem Repertoire weltbekannter Interpreten brachte Ute Freudenberg schließlich auch ihre erfolgreichsten Lieder zu Gehör. "Musik ist Erinnerung an so manch gelebtes Leben", kündigte sie so ihren Hit "Und wieder wird ein Mensch geboren" an und begeisterte vor allem mit ihrem Song "Jugendliebe", ihrem wohl größten künstlerischen Erfolg, längst ein Evergreen, aber dennoch zeitlos und ein Lied, das beim Publikum längst Kult wurde. Zum Ende des Konzertes schenkte Ute Freudenberg mit "Die grauen Wolken ziehen weiter" auch den leisen Tönen Beachtung, die Mut machen, wenn Menschen verzagen. Zum Höhepunkt des gelungenen Konzerts löste Ute Freudenberg eine Woge der Begeisterung aus, als sie nach einem frenetischen Applaus ihre Friedensbotschaft "Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt" anstimmte. Mit Standing Ovations wurde die beliebte Sängerin - welche seit über zehn Jahren als Schirmherrin der Kinderkrebshilfe des McDonald Hauses in Jena soziales Engagement zeigt - vom Publikum im König Albert Theater verabschiedet. Titel: Lieder, die unter die Haut gehenvon Jürgen Preuss, Vogtlandanzeiger Plauen, vom 22.02.05Plauen - Es sind die Lieder ihres Lebens, die sie am vergangenen Samstag im Vogtland Theater vorstellte. Lieder von berühmten Kollegen und eigene, Songs mit Inhalten vom selbst Erlebten wie auch erfundenen Geschichten. "Lieder, die mich gefangen halten, weil sie mich berühren und ich hoffe, dass ich auch sie damit fesseln kann", begrüßte Ute Freudenberg das Publikum im sehr gut besichten Theater, wo sie bei ihrem vogtländischen Chanson-Debüt mit "Wovon ich träume", dem ersten für sie geschriebenen Chanson begann. Ein Lied, das weit über die Träume und Sehnsüchte hinausgeht. Es ist auch der Wunsch nach Frieden, der hier klar zum Ausdruck kommt bei diesem Titel von Manfred Schmitz, der einst an der Musikhochschule der Lehrer von Ute Freudenberg war, und dem sie heute nach dankbar ist: "Manfred Schmitz hat mich das Interpretieren gelehrt und gute Arbeit geleistet". Wie wahr! Denn was die weithin bekannte Popsängerin bei diesem Chansonabend bot, war aller Ehren wert. Weitaus mehr gesundheitlich angeschlagen als selbst geglaubt, kam sie in die Spitzenstadt. Absagen wollte sie ihren vielen vogtländischen Fans nicht und sich hinter einem Vollplay verstecken schon gar nicht. Ihre Erkältung machte sich im Laufe des Abends immer stärker bemerkbar. "Aber besser gekämpft als abgesagt", so die engagierte Künstlerin, die ebenso glaubwürdig wie sympathisch ist. Aber selbst mit nur "halber Stimme" ist Ute Freudenberg ein Erlebnis - und ihr Repertoire beim Chansonabend sowieso. Mit ihrem aus Nordrhein-Westfalen kommenden Keyboarder arbeitet sie seit fast zehn Jahren schon, er gehört zu ihrer Band, mit der sie im Mai in Bad Elster gastieren wird und Michael "Micki" Schläger webte auch am Samstag jenen sanften Klangteppich, auf den die Freudenberg selbst bei Erkältungsproblemen ihre eindringliche und ausdrucksstarke Stimme setzt. "Er war gerade achtzehn Jahr" gehörte ebenso zum internationalen Repertoire wie auch der Alexandra-Dreierblock mit den "Ersten Morgenrot" über "Mein Freund der Baum" bis zur kultigen "Sehnsucht". Auch das von Mikis Theodorakis für Milva geschriebene "Zusammenleben" war dabei: "Du zeigst mir immer, dass es möglich ist, ganz Frau und trotzdem frei zu sein" ist nur eine von vielen klaren Botschaften an diesem außergewöhnlichen Abend, an dem Ute Freudenberg von ihrer Kindheit zwischen den einzelnen Titeln erzählte. In den Zirkus ging sie da so gern und "Ma, wo sind die Clowns" passt da bestens. "Du bist mein Papa" ist ihrem Vater gewidmet, der für Ute Freudenberg eine ganz besondere Persönlichkeit bleibt und sie setzt fort bei diesem für sie so wesentlichen Thema mit einem Titel aus Barbra Streisands Kinowelterfolg "Yentl", der ihr stimmlich viel abverlangt, und was gerade an diesem Abend besonders schwierig war. Aber Ute kämpft und wird mit großem Pausenapplaus belohnt. Sie trinkt Wasser gegen die trockene Luft und die angegriffenen Stimmbänder, und weil aufgeben nicht in Frage kommt, geht's mit enormer Willenskraft und dem Titelsong ihres 94-er Albums "Und da fragst du noch" in den zweiten Konzertteil. "Und du hast nichts von alledem gesehen" singt sie danach einen Titel von Wolfgang Petry, dem sie so viel Poesie gar nicht zugetraut hätte, wie sie dem aufmerksamen und fest zu ihr stehenden Publikum erzählt. "Er nahm ihr alles aus der Hand" und "Nur bis zum Himmel" geht es weiter, bevor Keyboarder Michael "Micki" Schläger das berühmte Chanson "Ich habe diese Frau geliebt" singt und Ute Freudenberg mit ihrem Lieblingslied des großartigen Schauspielers und Chansoniers Jaques Brel - "Bitte geh nicht fort" auf die Theaterbühne zurückkehrt. Mit bewundernswertem Einsatzwillen, aber auch große Angst um ihre Stimme. Dennoch wagt sie sich gemeinsam mit ihrem Keyboarder "Micki" an Bette Midlers Kultsong aus dem gleichnamigen Kultfilm und erhält für "The Rose" starken Beifall, der nicht nur diesem Lied gilt. Was Ute Freudenberg unter den genannten Problemen an diesem Abend leistete, verdient höchste Anerkennung. Und sie erhielt sie von den aus nah und fern (sogar aus Eisenberg kamen Freudenberg-Fans nach Plauen) angereisten Zuschauern immer wieder. Titel: Heimweh nach WeihnachtenUte Freudenberg mit Advents-Programm im ICDvon Andreas Weihs, Dresdner Neueste Nachrichten vom 14.12.2004 "Alle Jahre wieder..." - so beginnen in diesen Tagen viele Sätze. Mit dem gleichnamigen Lied begann auch das Weihnachtsprogramm von Ute Freudenberg, mit dem sie zum ersten Mal auf Tour ist und am Sonntag auch im Dresdner Congress Center auftrat. Nun ist das aber mit den vorweihnachtlichen Programmen immer so eine Sache. Oft sind sie so "besinnnlich" und voller "Glückseligkeit", dass die Grenze zum Kitsch weit überschritten wird und danach eher mulmige Gefühle in der Magengegend verbleiben. Ute Freudenberg bemühte sich am Abend des dritten Advents allerdings erfreulich, dem entgegenzuwirken, ließ sich das Konzept von ihren Autoren extra auf den Leib schneidern. Keine Aneinanderreihung immergleicher Weihnachtslieder, sondern eine durchdachte Show mit viel Musik, Erzählungen und einem "roten Faden". Natürlich kam auch sie in dieser Zeit nicht an Liedern wie "Sind die Lichter angezündet" und "Leise rieselt der Schnee" vorbei, ließ eine Weihnachtsgeschichte von Kästner vortragen und auch die Dekoration der Bühne als "heimeliges" Wohnzimmer war bis ins Detail stimmig, mit Plüsch-Sofa und brennenden (echten) Kerzen, einem Röhren-Radio, einem lebensgroßen Nussknacker. Selbst die bunt verpackten Geschenke unterm geschmückten Weihnachtsbaum und eine leuchtende Pyramide fehlten nicht. Dennoch machte sich keine vordergründige vorweihnachtliche Traurigkeit breit, die ja oft in den ruhigen, traditionellen Liedern mitschwingt und die Gemütslage gern tief nach unten zieht. Nun mag die Musik diesem gefallen, jenem nicht. Was aber beide eint, ist die bestens ausgebildete Stimme von Ute Freudenberg, die durch eine harte Schule ging. Den Erfolg ließ die Sängerin bei jedem Lied hören. Und dass die Musik nicht zu weit in super-weichgespülte Pril-Gefilde abglitt, dafür sorgte die Rockband im Rücken der Sängerin. Zudem wählte sie mit "Feliz Navidad", "Winterwonderland" und "Santa Claus Is Coming To Town" internationale Melodien als Ergänzung zu den deutschen Weihnachtsliedern, flocht ein eigenes Hitmedley ein und köchelte so ein abwechslungsreiches Unterhaltungs-Menü. Als besonderes Bonbon lud Ute Freudenberg Kinder aus dem Chor der 75. Grundschule Dresden auf die Bühne, um gemeinsam einige Titel zu singen. So kann Weihnachten wirklich fröhlich sein. Titel: "Eine von uns" vor vollem HausUte Freudenberg begeistert beim Konzert im Pressenwerk ihr Publikum auch mit der "Jugendliebe"von Annett Wöhler Südthüringer Zeitung Stz vom 21.07.2004 "Die Frau ist das einzige Geschenk, das sich selbst verpackt", zitierte Kulturvereinsvorsitzender Dag-Michael Heurich den bekannten Schauspieler Jean-Paul Belmondo bei seiner Begrüßungsrede im ausverkauften Pressenwerk. Und die Frau, auf die hunderte Zuschauer bereits ungeduldig warteten, für die zwei Fans sogar extra aus "hinter Erfurt" angereist waren, sei, so Heurich, ein besonders charmantes und attraktives Geschenk: Ute Freudenberg. BAD SALZUNGEN - Zusammen mit ihrer Band legt die zierliche Sängerin von Anfang an richtig los: "Ich hab noch lange nicht genug", so der Titel des ersten Songs, ist Programm. Ihr Ledermantel wirkt zwar ein wenig zugeknöpft, doch sie selbst ist das keinesfalls. Man merkt: hier singt ein Profi, jemand, der gute und schlechte Zeiten durchlebt hat, jemand, der selbst noch aus einer Betonwand Reaktionen und Emotionen herauszukitzeln versuchen würde. Das Salzunger Publikum ist natürlich keine Mauer, im Gegenteil: schon beim zweiten Lied "Land in Sicht" flammen glühwürmchengleich Feuerzeuge auf, wird verträumt geschunkelt und andächtig mitgesungen. Jede Musik hat ihre Berechtigung. Natürlich sind manche Texte des deutschen Schlagers eindimensional, wirken naiv und eher simpel gestrickt. Dafür ertappt man sich bei den eingängigen Rhythmen schnell beim Mitwippen. Ute Freudenberg ist dazu "eine von uns", ein normal gebliebener Star ohne Allüren, der an das lange Konzert noch eine Autogrammstunde anhängt. Wie wichtig ihr die Fans sind, zeigt "Ein Tag wie heut". Dieses Lied sang Ute Freudenberg im September 1998, als sie die "Goldene Henne" der Zeitschrift "Super Illu" gewann, die sie als ihren wichtigsten Preis bezeichnet. Gewaltig und eindrucksvoll sind Ausstrahlung und Stimme der aus Weimar stammenden Sängerin: Voller Esprit fegt sie über die Bühne, stets mit einem Lächeln und blitzenden Augen. Ein Medley internationaler Hits zeigt unwiderlegbar, dass das Singen und Auf-der-Bühne-Stehen für sie die größte Herzensangelegenheit der Welt ist. Bluesrocking singt sie sich "Rollin´on the river" von der Seele, gefolgt von der Mörderballade "The Power of love". Frauenpower - dieser im noch jungen Kultursommer schon arg strapazierte Begriff passt genau auf die energiegeladene Entertainerin, die ihr Publikum voll im Griff hat. "I´m so excited" lässt sie die Kurstadt mit Unterstützung der zwei klasse Backgroundsängerinnen Katrin und Mel mit intensivem Nachdruck wissen. Standing Ovations gibt es bereits beim letzten Lied vor der Pause. Danach nun im luftigeren Outfit, geht es ohne Müdigkeitserscheinungen weiter: "Mehr als ein Leben", "Was du nicht sagst" - Liebe, Gefühle, Beziehungen sind Themen mit denen sich alle identifizieren können. "Und wieder wird ein Mensch geboren" ist der zweitälteste Song Ute Freudenbergs und wunderschöne. poetische DDR-Vergangenheit, die immernoch Gänsehaut erzeugt. Soulig und elektrisierend geht dann "I´ve got the music in me" in Ohr und Bein. Niemanden hält es mehr auf den Sitzen, vorallem nach der Hendrix-mäßigen Soloeinlage des Gitarristen. Dann endlich und so richtig, das Lied Ute Freudenbergs. 1980 fand es seinen Weg in alle Hitparaden, wird bis heute rauf und runter gespielt im Radio. Man kann zwangsläufig den ganzen Text mitsingen, einfach vom unbewussten Nebenbeihören: "Jugendliebe". Hingebungsvoll singen die Reihen mit, eine diffuse Ergriffenheit schleicht sich in die Augen. Nach dem allerletzten Lied "Die Wolken ziehen weiter", ertönt nicht enden wollender Stakkatoapplaus. Es folgt ein wirklich bewegender, besonderer Moment: ganz allein steht Ute Freudenberg am Bühnenrand, einen großen Blumenstrauß im Arm und stimmt noch einmal , nur ihre unverwechselbare warme Stimme, an: "Jugendliebe bringt den Tag wo man beginnt..." Verletzlich sieht sie dabei aus und sehr jung. Und die Worte fühlen sich plötzlich wahr und weise und richtig an, kommen aus tiefstem, fühlenden Herzen. Titel: Das Streicheln der SeeleMut und Gefühle: Ute Freudenbergvon Heidrun Joachim Sie hat noch lange nicht genug. Das ist gut so: Starke Frauen mit starken Stimmen braucht die Welt. Die Weimarerin Ute Freudenberg gehört unbestritten dazu. ERFURT. Stark ist sie, weil sie bis heute kraftvoll und erfolgreich Widerwärtigkeiten des Showgeschäfts überwunden hat, ohne sich selbst zu verlieren. Und, weil einer ihrer ältesten Songs - "Jugendliebe" - zum Kultlied von Generationen avanciert ist, sogar in den Schulen gesungen wird. Stark sind ihre Texte, bei denen Gänsehaut programmiert ist. Stark ist sie, weil sie ihre Zuhörer in Konzerten sofort mitnimmt in ihre Gefühle und Gedanken. Einmal mehr zeigte sich der kurze Draht zwischen Musikfreunden und Sängerin einschließlich ihrer "einzigartigen" Band - dieser Tage im Erfurter "DASDIEBrettl". Manche Fans lieben "ihre Ute" ob ihres Durchhaltevermögens. Da gab es auch im DASDIE keine Anlaufschwierigkeiten, kein zögerndes Aufeinanderzugehen. Mit Anstimmen der "Jugendliebe" machten sich Sängerin, Band und Zuhörer auf einen gemeinsamen Erlebnisweg. Die Mehrzahl der etwa 500 Musikfreaks wussten sehr wohl, was sie da auf der Bühne erwartete: eine kleine Frau, die zum Temperamentbündel wird, wenn Gitarre, Drums, Keyboard laut werden. Nie laut genug, um die Stimme der Freudenberg in den Hintergrund drängen zu können. Eben, weil sie eine "einzigartige" Band hat, bei der der Bandleader und Keyboarder Michael "Micky" Schläger mit der Sängerin "atmet", sagt ute Freudenberg selbst. So ab es auch im DASDIE kein Halten: Der Takt wurde von Alt und Jung mitgeklatscht, textsicher mitgesungen. Und Applaus ertönte ohne Ende - einige Zugaben wurden Ute Freudenberg am Ende des fast zweistündigen Konzertes abverlangt - und sie gab das augenscheinlich gern. Bald auf Tour Seit 31 Jahren steht sie auf der Bühne und begeistert bis heute Menschen zwischen acht und 80. Das Phänomen Ute Freudenberg hat aber wohl mehrere "Väter". Zum einen identifiziert sie sich mit dem, von dem sie singt - keine Scheinwelten werden aufgebaut, keine Soaps gezaubert, sondern ihre Stimme nennt Realitäten. Sie hat harte Zeiten hinter sich und immer gekämpft um das Publikum, das ihre Welt bedeutet. Macht Mut aus eigenem Erleben mit Songs wie "Ich mag das Leben", "Wolken ziehen weiter" oder "Immer wieder", spricht Ängste an und gibt Rat, wie sie zu überwinden sind. Erzählt in ihren Liedern von Schwächen - wie im Song "Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt?" Weckt Lebenslust mit "Ich mag das Leben". Und all das mit einer Stimme, die locker Oktaven überspringt, scheinbar mühelos Tiefen und Höhen überwindet und verbindet. Begeistern kann die kleine Sängerin, die ihre Stimme pur und ohne technische Hilfsmittel zum vollen Sound bringt, aber ebenso mit internationalen Hits. Einmalig ein Janis-Joplin-Titel, den sie in Erfurt acapella brachte. "Auch das ist ein Teil meines Lebens, das Singen internationaler Hits", sagt sie mit Blick auf ihre Düsseldorfer Zeit. Da war sie nach eigenen Worten ein "No Name", da wollte ihre Texte kaum einer hören... Jetzt will sie aufbrechen zu neuen Ufern, um das, was sie bereits in ihrer Band hat - ein "buntes Gemisch von Dialekten", in ihrer Fangemeinde ebenso zu erreichen. Ab 4. November gehen Ute Freudenberg und ihre Band gemeinsam mit den "Puhdys" und "City" auf "Ostival-Tour" quer durch die alten Bundesländer. Mit Sicherheit werden sie dort eine Wahrheit verbreiten: Der Osten ist nicht wehmütige Ostalgie, sondern er hat - unter anderem - starke Stimmen und satrke Musik. Titel: Sie hat noch lange nicht genugUte Freudenberg begeisterte in Eberswalde02. August 2003 - von Claudia Große EBERSWALDE. Bereits der Soundcheck lässt keinen Zweifel: Ute Freudenberg hat Spaß an dem, was sie tut. Professionell, dabei immer zu Scherzen aufgelegt, singt sie ein Lied nach dem anderen an, bis der Zusammenklang aus Band, den beiden Backgroundsängerinnen und ihrer eigenen , kraftvollen Stimme perfekt ist. Seit über 30 Jahren steht die gbürtige Weimarerin und studierte Sängerin schon auf der Bühne. Aufgeregt sei sie jedoch immer wieder, mal mehr, mal weniger. "Zehn Minuten vorher geht es los. Doch sobald ich meinen ersten Song beginne, ist alles weg. Dann ist es nur noch Spaß," sagt sie mit lachenden Augen. Und den hatten dann auch die rund 1000 Besucher, als sie am Sonnabend im Eberswalder "Traumzauberland" mit alten und neuen Liedern aufwartete. Jung und Alt füllten bei regnerischem Wetter das Areal, bis pünktlich zum Konzertbeginn der Himmel aufriss. "Das erinnert mich an meine Jugend", begründen einige Besucher ihr Kommen. Andere bewundern die Kraft und das Durchhaltevermögen, mit dem sich Ute Freudenberg nach der Wende erneut in die Herzen der Menschen gesungen hat. Diese Kraft und die Liebe zu ihrem Publikum stellte sie dann zwei Stunden lang unter Beweis und begeisterte nicht nur mit ihrem Superhit "Jugendliebe". "ich hab´noch lange nicht genug" heißt ihr aktuelles Album. Dieses Bekenntnis glaubt ihr jeder. MIt strahlendem Lachen, niemals abbrechender Stimmkraft und den sehr persönlichen Texten zieht sie von Anfang an das Publikum in ihren Bann. Da sind die bekannten Songs wie "Und wieder wird ein Tag geboren" und "Ich mag das Leben", die mal rockig, mal baladenhaft zum Mitklatschen verführen. Um möglichst viel ihres inzwischen riesigen Repertoires anzubieten, hat Ute Freudenberg einige Medleys im Programm, deren gelungene Arrangements sie erfrischend zum Besten gibt. Aber auch die Interpretationen englischsprachiger Hits gehören zu ihrer Gesangskarriere. Die halfen der Sängerin, sich nach 1984 in der Bundesrepublik ein neues Publikum zu suchen. Mit Songs von Tina Turner, Jennifer Rush und Janis Joplin schöpft sie alle Höhen und Tiefen ihrer facettenreichen Stimme aus und unterstreicht damit einmal mehr ihre Professionalität. Unumstrittener Hit bleibt jedoch die "Jugendliebe". Drei verschiedene Versionen lösten immer wieder Begeisterungsstürme bei den Gästen aus, von denen es gegen Ende keinen mehr auf seinem Sitz halten konnte. Mit Feuerzeugen und Wunderkerzen begleiteten sie den abschließenden Soloauftritt von Ute Freudenberg. Und spätestens da hatten sie vergessen, dass ein unangekündigtes Proviantverbot zu Beginn der Veranstaltung einigen Ärger ausgelösst hatte. Titel: Rockiges Feuerwerk und besinnliche LiederEntertainerin Ute Freudenberg begeisterte bei Konzert in Beyernerschienen in der "Lausitzer Rundschau" Herzberg, am 24.03.2003 - Sven Gückel BEYERN. "Ich hab noch lange nicht genug" betitelte Ute Freudenberg ihre aktuelle CD. Dass die Powerfrau dies auch wörtlich meinte, konnten am Samstag die Besucher ihres Konzertes im Beyern-Treff live erleben. Zwei Stunden Nonstop hauchte die 46-jährige der "schmucklosen Halle" Leben ein, währenddessen der Puls ihres fulminanten Auftritts der pure Rock´n Roll zu sein schien. - VON SVEN GÜCKEL - Wer Ute Freudenberg das erste Mal live erlebt, wird mehr als positiv überrascht. Eine perfekte Mischung aus Rock, Pop und Schlager ("einfach gute Musik") mixt sie gemeinsam mit ihrer Band zu einem KLangerlebnis, das unvergessen bleibt. Absolut textsicher und mit gewaltiger Stimme zieht die das Publikum von Beginn an in ihren Bann und lässt es bis zum Ende des Konzertes nicht mehr los. Lange um den Erfolg gekämpft Dass sie noch heute auf der Bühne steht, verdankt sie nach eigenen Worten der Treue ihres Publikums und endlos harter Arbeit. "Ich habe lange einsam und allein um den Erfolg gekämpft", erzählt sie der RUNDSCHAU im Gespräch. "Man muss an sich glauben und sich nicht einreden lassen, dass man nichts wert ist", so ihre Lebensphilosophie. Sie selbst hat nie an sich gezweifelt und sich so die ihr zustehende Liebe des Publikums zurück erobert. Die zahlreich erschienene Fangemeinde wartete unterdessen in Beyern natürlich auf einen ganz bestimmten Song. Zwei Versionen der mit Kultstatus behafteten "Jugendliebe" hatte Ute Freudenberg dazu im musikalischen Gepäck. Während eine in voller Bandbesetzung und mit lautstarker Unterstützung des Publikums gesungen wurde, brachte sie die zweite gemeinsam mit ihrem Gitarristen Andreas "Arnold" Gemeinhard zu Gehör. Dabei zeigte die Sängerin nicht nur bei dieser Unplugged-Version, über welch enorme Stimme sie verfügt. Titel von Janis Joplin (a capella!) und Tina Turner waren ebenso im Repertoire ihres Programms und sorgen für reichlich Gänsehautfeeling. Die Frage, wie viele Lieder sie beherrsche, kann die in Weimar beheimatete Sängerin nicht beantworten. "Ich könnte fünf Stunden am Stück singen", äußerte sie selbstbewusst. Darin befänden sich neben vielen deutschen auch englische, russische, spanische und portugiesische Stücke, ergänzt ihr Mann Peter Pieper, mit dem sie bereits seit 19 Jahren verheiratet ist. Er stand ihr über die längste Strecke der bisherigen 31 Jahre Bühnenerfahrung zur Seite, erlebte viele Hochs und Tiefs hautnah mit. Denn heute ist nicht nur die Stimme eines Talents für seinen Aufstieg maßgebend. "Es geht nur um Kohle", bedauert sie. Deutschland sei daher überflutet von gesanglichem Mittelmaß und schlechter Musik. Zudem sei es lächerlich, was heute schon als Star bezeichnet wird, fügte sie in Hinblick auf aktuelle Fernseh-Talentwettbewerbe an. Musik-Partner Wolfgang Ziegler Mit ihrer aktuellen und "einzigartigen Band" geht es Ute Freudenberg derweil unbeirrt ihren Weg nach vorn. Zu den bisherigen Weggefährten der Gruppe "Elephant" bestehen indes nur noch sporadische Kontakte, berichtete sie. Drei bis vier Auftritte im Jahr absolviere sie hingegen mit Wolfgang Ziegler, mit dem sie unter anderem "Es gibt für mich kein fremdes Leid" aufnahm. Ein Lied, das für sie gerade heute aktueller denn je ist. Wenn das Glück ihr treu bleibt, möchte sie mit 70 noch auf der Bühne stehen, verriet sie im Gespräch. Wer sie in Beyern live erlebt hat, kann durchaus bestätigen - diese Frau hat noch lange nicht genug. Gut so, sagen ihre Fans mit Genugtuung. Titel: "Ich hab noch lange nicht genug"Ute Freudenberg fasziniert ihr Publikum - Von "Jugendliebe" bis heuteerschienen in der "Freien Presse" Crimmitschau, am 17.03.2003 - Günter Hering CRIMMITSCHAU. Es gibt sie also doch noch, die Qualität in der deutschen Musikszene. Den besten Beweis dafür lieferten am Freitagabend im restlos ausverkauften Theater der Stadt Ute Freudenberg und ihre Band. "Ich will nicht mehr ins Dunkel schauen, wenn ich in die Sonne sehen kann", diese Zeile aus ihrem neuesten Album "Ich hab noch lange nicht genug" war Symbolik für diesen Abend, denn "wer nicht kämpft hat schon verloren". Für das Energiebündel mit der super optimistischen Ausstrahlung und ihrer glaubhaften Ehrlichkeit dem Publikum gegenüber auch Wiederspiegelung ihres eigenen Lebens. Altbekanntes und neue Songs in allen Facetten hatte sie angekündigt und so spannte sich denn auch der Bogen von "Jugendliebe" bis eben "Ich hab noch lange nicht genug". Soll es wirklich schon 25 Jahre her sein, dass der Kulthit "Jugendliebe" zum Ohrwurm einer ganzen Generation wurde? Manch einer im Publikum war da noch gar nicht geboren, aber dennoch nicht minder begeistert wie jene Zuschauer, die gut und gern vom Alter her Ute Freudenbergs Eltern sein könnten. Und doch - die Thüringerin, die 1984 nach einem Konzert in Hamburg nicht in die DDR zurückkehrte, dafür aber nach der Wende sofort wieder nach Weimar zog, feierte im vergangenen Jahr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Die Jahrzehnte schienen allerdings nahezu spurlos an ihr vorübergegangen zu sein. Power pur, das war u. a. bei international bekannten Titeln zu erleben, beispielsweise bei "Simply the Best". Das Original Tina Turner hätte es kaum besser zelebrieren können. "Dankbar für jeden Tag" - damit erinnerte sie nicht nur daran, dass sie sich ihre Träume erfüllt hat (schon als Dreijährige habe sie auf die Frage, was sie mal werden wolle, mit "Sängerin" geantwortet), sie drückte auch die tiefe Achtung vor ihren Eltern aus, die sie stets nach Kräften unterstützten. Und "Dankbar für jeden Tag" ist gewiss auch ein Kompliment an die tollen Kolleginnen und Kollegen ihrer Band. Die Sängerin und ihr Publikum, das war schon zu DDR-Zeiten eine ganz besondere Verbindung. Und sie ist es bis heute geblieben. Sie habe sich für die Leute zurückgesungen und jede Menge Anerkennung dafür erhalten, beispielsweise die "Goldene Henne", den wichtigsten Medienpreis der neuen Bundesländer, eine Anerkennung, die sie selbst als die größte in ihrem Leben bezeichnet. Ute Freudenberg, die im Anschluss an das Konzert noch fleißig Autogramme schrieb, wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht Position zu den Problemen dieser Zeit beziehen würde. Was wohl könnte das besser ausdrücken als "Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt?" Das Publikum - in den letzten 15, 20 Minuten hielt es niemanden mehr auf seinem Sitz - nahm die Botschaft an. PS: Während der Heimfahrt blieb das Autoradio aus. |
Spezial bei der TLZDie TLZ (Thüringische Landeszeitung) hat auf ihrer Homepage ein großes Ute Freudenberg - Special veröffentlicht. Mit zahlreichen Infos und einer historischen Diashow auf jeden Fall einen Besuch wert.Zum Ute Freudenberg-Special klicken Sie hier |
Titel: Wer über den Berg will, muß die Sonne anguckenUte Freudenberg / Name ist Programm / Die Fangemeinde wächst / 30 Bühnenjahre und kein bisschen müdeEin kleines Hotelzimmer in Meiningen, die zierliche Frau ist gerade angekommen, räumt den Koffer aus. Ein Bügeleisen wird eingeschaltet, um schnell noch den Anzug zu glätten. Die Frau ist beschäftigt, nimmt sich trotzdem Zeit zum Reden: Ute Freudenberg vor dem Konzert. Eine Künstlerin zum Anfassen, natürlich und liebenswert. Und keine Spur von Lampenfieber? Das hat die Weimarer Sängerin unbestritten, auch bei dem Stadtfest-Auftritt in Meiningen. Wer sie gut kennt, weiß das: Kalte Hände und Ruhelosigkeit. Das Publikum soll das Original Ute Freudenberg, keine Kopie erleben. Sie hat unzählige Male bewiesen, dass sie das kann, und doch klopft das Herz: Schaffe ich es diesmal wieder? Lampenfieber eben. Peter Pieper, ihr Mann und Partner, verabschiedet sich von der kleinen Frau mit der großen Stimme: "Tschüss, Chef. Nachher gebe ich dir noch das Mikro in die Hand." Küsschen rechts, Küsschen links und dreimal "Toi toi toi". Weg ist Peter Pieper. Er trifft Vorbereitungen, damit der Sound stimmt. Und der wird stimmen, denn die Schwingungen zwischen Freudenberg und Pieper sind sehr fein. Ute Freudenberg werkelt herum, unterstützt von der Chefin ihres Fanclubs, der Oberschönauerin Nicole Kermann. Sie singt, ihre modulationsfähige Stimme springt mühelos in Höhen und Tiefen. "Das ist wie im Sport, die Stimme muß warm gemacht werden", sagt sie. Die knappe Stunde bis zum Auftritt geht bei all den vielen Handgriffen schnell vorbei. Schon steht das zierliche Temperamentbündel auf der Bühne. Und da ist es, das Phänomen Ute Freudenberg: Begeistert wird sie begrüßt von Menschen, die sich altersmäßig zwischen sechs und über 66 bewegen. Seit 30 Jahren steht die 46-Jährige auf der Bühne, ist jetzt auf Jubiläumstour und präsentiert ihr neues Album "Ich hab noch lange nicht genug", ein Bekenntnis, das man ihr voll abnimmt. "Ich will mit 70 noch auf der Bühne stehen und für euch singen", ruft sie den Menschen zu, die ihr mit Klatschen und Jubeln danken. Elf Songs sind im neuen Album, die - wie ihre vorherigen - unter die Haut gehen. Mit Texten, die einen Teil des Inneren der Freudenberg freilegen und die Zuhörer anrühren. Manche regen zum Nachdenken an, andere machen Mut. Aus der Feder der Sängerin stammt "Licht der Nacht", in dem sie ihre Ängste verarbeitet hat. Ängste, die nahezu jeder kennt: Etwas Schönes durch Leichtsinn verlieren. Sicher eine Ursache für das "Phänomen Ute Freudenberg" sind die Texte ihrer Lieder. "Ich lege großen Wert auf die Worte. Wenn ich auf der Bühne stehe, den Menschen etwas sagen will, dann muß ich selbst hinter jeder Silbe stehen. Sonst kommt der Song nicht rüber. Ich arbeite mit verschiedenen Textern, die haben es nicht leicht mit mir. Immer neue Gedanken, Änderungen. Pingelig bin ich bis zum Letzten." Sie gibt das wieder, was sie selbst erlebt, erfahren hat oder das, was ihre Meinung ist. Der Erfolg bestätigt ihre Unbeugsamkeit in Sachen Worte. Entdeckt wurde die große Stimme, als Ute Freudenberg 14 Jahre jung war. In einem Ferienlager. Sie sang im Zelt, der Zufall hatte einen Dozenten vom Weimarer Institut für Lehrerbildung zuhören lassen. Der holte sie dann in eine Folklore-Gruppe. Zwei Jahre später stellte er seine Entdeckung Fernsehverantwortlichen vor, die auf Talentesuche in Erfurt Station machten. Das Mädchen wurde ausgewählt aus einigen Hundert Bewerbungen für die Sendung "Sechs Mädchen und Musik". Ihre Stimmkraft beeindruckte einen Dozenten der Musikhochschule "Franz Liszt". Und der brachte das kleine Mädel aus Weimar-Schöndorf, das eigentlich Lehrerin werden wollte, auf den Weg zum Star. 1977 schloß sie als diplomierte Sängerin an der Weimarer Musikhochschule ab. Träume haben und sie leben, eine der vielen Weisheiten, die Ute Freudenberg von ihrem Vater hat. Der Traum von einer eigenen Karriere wurde nach und nach Realität. Zunächst im Chor der 1976 gegründeten Weimarer Gruppe "elefant", sang sie sich schnell zur Frontfrau empor. 1980 wechselten Sängerin und die Band in neuer Besetzung nach Berlin. Im gleichen Jahr landete die Freudenberg jenen Titel, der Kult von Generationen geworden ist: "Jugendliebe". Kein Konzert ohne diesen Song, den Text kennt nahezu jeder - ob 20 oder 50. Weitere Hits schlossen sich an. "Die Erfolge in der DDR sind mir zugefallen. Richtig bewußt geworden ist mir, was ich kann, als ich in Düsseldorf gelebt habe. Dort hat sich bestätigt: Man muss Mut haben, den Menschen niveauvolle Lieder anzubieten. Dann klappt es" , blickt die Sängerin zurück auf ihr erstes und zweites Leben. Das zweite begann, als sie 1984 von einem Konzert in Hamburg nicht mehr in die DDR zurückkehrte. Sie siedelte nach Düsseldorf über, verdiente sich ihr Brot als Studiosängerin und als Solistin auf Kreuzfahrtschiffen. Ungern spricht Ute Freudenberg über die Gründe ihres Weggehens. Tief enttäuscht worden ist sie. Schikanen von Kulturfunktionären machten sie körperlich und seelisch fertig. Sie sah keinen anderen Weg, als neu anzufangen. "Peter hat da immer fest an meiner Seite gestanden, gleich wie schwierig es war." Pieper, seit über 20 Jahren an der Seite der Sängerin, ist für die Freudenberg mehr als nur Ehemann. Er ist ihre Stütze, ihr Partner, ihr Leben. Auch in der Düsseldorfer Zeit ist sie die Ute geblieben, die sie immer war und heute noch ist: Geradeaus gehen, sich nicht verbiegen lassen, dem eigenen, als richtig erkannten Stil treu, bodenständig bleiben. Da türmten sich Steine. Die Weimarerin ließ sich nicht aufdrücken, was sie zu singen hatte. "Englische Titel habe ich nur gebracht, wenn ich sie selbst mochte" Tina Turner, Janis Joplin, Jennifer Rush - deren Songs interpretiert sie. "Man muss sich trauen, niveauvolle Lieder zu singen, dafür wird man belohnt." Das zeigt die Resonanz auf ihre Konzerte in den 30 Bühnenjahren. Ihr Vater hat ihr viel an Klugheit und Weisheit mit auf den Lebensweg mitgegeben. Es muss so sein, sonst wäre es nicht so, ist einer dieser Sätze, die Freudenberg begleiten. Es musste sein, daß sie gen Westen ging. Ihre Stimme ist noch stärker geworden. Reifer, energischer und selbstbewußter kehrte sie nach der Wende zu ihren Wurzeln, ins vielgeliebte Weimar, zurück. Nicht gleich, auch der Entschluss, das dritte Leben zu beginnen, musste langsam umgesetzt werden. Ein wenig Angst, vergessen zu sein, schwang da mit. 1995 sang sie in Weimar ihre "Jugendliebe" und mußte abbrechen: Zuhörer und Sängerin weinten vor Freude, sich wiederzuhaben. Seit 1996 ist sie in Weimar, hat ihren Ruhepol und eine treue Fangemeinde, die beständig anwächst, gefunden. Geholfen hat ihr das "Nach-vorn-schauen", alles ehrlich auszusprechen und ehrlich zu singen. "Das kann dir keiner nehmen. Wer über den Berg will, der muss die Sonne angucken", erinnert sie sich an eine weitere Vater-Weisheit. Stolz ist sie auf die Zustimmung, die ihre Lieder finden, ein Beweis dafür war der begehrte Medienpreis "Goldene Henne", den sie 1998 entgegennahm. Ihre "durchweg positive Lebenshaltung" macht es, dass ihr Name Programm ist: Mit Freude über jeden Berg steigen. "Ich freue mich jeden Tag, dass ich auf der Welt bin. Wenn ich früh aufwache und habe meinen Pieper neben mir, bin ich glücklich." Sagt es und ihre braunen Augen strahlen und blitzen. Das Singen ist für sie kein Job, sondern Berufung - eine weitere Ursache des Phänomens Ute Freudenberg. "Eine Katastrophe wär`s, hätte ich keine Stimme mehr. Ich habe das Gefühl, dass ich zur Welt gekommen bin, um zu singen und damit Freude zu bereiten. Dem Publikum und mir." Mit 70 will sie noch auf der Bühne stehen. Dafür tut sie einiges. Sie ernährt sich gesund ("Diäten sind Quatsch"), pflegt sich selbst ("Ich brauche keine Kosmetikerin und schminke mich auch selbst"). Und sie "ackert wie ein Pferd", immer mit vollem Einsatz. Unzählige Konzerte und Auftritte bestreitet die Künstlerin in diesem Jahr, fühlt sich stets neu bestätigt. "Zum Arbeiten bin ich mir nie zu schade. Ich bin sehr stolz auf mein Publikum und die Erfolge." Manchmal nimmt sie sich Zeit für sich, schläft sich mal aus. Ist sie "Ute pur", ungeschminkt und bequem gewandet, freut sie sich an ihrem Haus, der Natur und ihrem Peter. "Gern ziehe ich auch durch die Drogerien. Da mal allerhand auszuprobieren macht Riesenspaß", sagt sie und lacht. Jeder Künstler hat die Fans, die er verdient. Ute Freudenberg hofiert ihre "Gemeinde", spricht mit allen und jedem, ist zum Anfassen. Und die Fans danken es ihr eben. Wie auch bei dem Konzert in Meiningen geschehen: Nach 70 Minuten voller Power ist die Begeisterung auf dem übervollen Markt kaum zu stoppen. Zugaben sind Pflicht und Spaß, ein zweites Mal singt sie - kräftig unterstützt von 20- wie 60-Jährigen - ihre "Jugendliebe". Bevor es weitergeht zu "Muggen" in Sonneberg und auf der Insel Poel. Wenn jemand die Freudenberg anspricht, "nur" ein freundliches Lächeln und keine Antwort erhält, dann ist sie nicht plötzlich arrogant geworden. Der einzige Grund: Ute pflegt ihre Stimme. Stehen viele Auftritte ins Haus, spricht sie bis 14 Uhr kein Wort, um die Stimme zu schonen. Schließlich will sie dann wieder voll da sein für ihr Publikum, es mit ihrer wunderschönen starken Stimme und den aussagekräftigen Songs bezaubern. Text von Heidrun Joachim - Südthüringer Zeitung stz Schmalkalden vom 30.Juli 2002 |